Biographie
LAUSCHEN – Wenn ich an meine frühen Erinnerungen an Musik denke, ist es ein gebanntes Zuhören, so intensiv, dass nur noch der Klang da war. Heute, viele Jahre später, findet sich diese Intensität in meinem eigenen Musizieren, ob als Geigerin, Pädagogin, Improvisatorin oder Komponistin. Drei Dinge sind für mich für die Musik zentral: Ein lebendiger Klang, eine gegenseitige Resonanz im Zusammenspiel mit anderen Musikern und ein Pingpong zwischen Komposition, Interpret und Publikum.
Ich bin Gründungsmitglied des aufstrebenden Barockensembles Il Concerto Intempestivo, Aushilfe in Orchestern wie La Cetra und Collegium Vocale Gent und reiste mit dem zeitgenössischen Ensemble KlangLAB nach Brasilien.
Meine Neugier für Klangexperimente und poetischen Humor ließen eine Soloperformance für Violine, Öltonne und Seifenblasen entstehen.
Seit 2024 bin ich künstlerische Leiterin des KammerEnsemble Farandole Basel. Im Unterricht gebe ich mein Können und meine Freude an der Musik an meine SchülerInnen weiter. Ab 2027 werde ich zusammen mit Zora Janská das kuratierte Open Mic „Entdeckelt“ leiten, das verschiedene Impro-Stile versammelt.
Ausbildung
- Musikhochschule LübeckBachelor of Music (Violine)Prof. Daniel Sepec
- Musikhochschule LübeckMaster of Music (Violine/Instrumentalpädagogik)Prof. Daniel Sepec
- Hochschule für Musik BaselMaster in spezialisierter Performance (zeitgenössische Improvisation)Andrea Neumann
- Schola Cantorum BasiliensisMaster in spezialisierter Performance (historische Improvisation/Barockvioline)Dirk Börner, Sven Schwannberger
Termine
KammerEnsemble Farandole
„ein herausforderndes, freudvolles und beseelendes Vergnügen jeden Dienstagabend“
Jeden Dienstagabend treffen sich 14 hochmotivierte, fröhliche StreicherInnen zur Probe im Sandgrubenschulhaus Basel. Die FreizeitmusikerInnen spielen bewusst ohne Dirigent, dafür mit einer professionellen Streicherin: kammermusikalisch, eigenverantwortlich und mit Freude am Zusammenspiel. Seit 2024 darf ich als Konzertmeisterin die tolle Gruppe künstlerisch leiten.
Abwechslungsreiche Programme sind im KEF an der Tagesordnung: Mal spielen wir Bachs Brandenburgisches Konzert, mal ein Solokonzert mit Marimba oder wir erklimmen Bartóks Divertimento. Jedes halbe Jahr laden wir zu zwei Konzerten in und um Basel ein und begeistern das zahlreich erscheinende Publikum mit facettenreichen Programmen.
2027 feiert das KEF sein 60-jähriges Jubiläum. Manche sind schon Jahrzehnte dabei, andere erst kürzlich dazugestoßen. Das KEF steht für Leidenschaft, hohes musikalisches Amateurniveau, Spaß und sozialen Zusammenhalt.

Spiel mit!
Geprobt wird dienstags 19:30–21:30 Uhr (außer in den Schulferien) im Sandgrubenschulhaus Basel in unmittelbarer Nähe zum Badischen Bahnhof.
Willkommen sind erwachsene MusikerInnen jeden Alters. Voraussetzungen sind Motivation, gutes Beherrschen des Streichinstruments und Freude am Zusammenspiel. Es gibt kein Vorspiel für den Eintritt ins Ensemble.
Neugierig? Melde dich unverbindlich bei mir oder der Präsidentin Annkathrin Zwygart ([email protected]).

„Das Proben hier ist Freude, weil ich lauter nette Menschen hier treffe, weil man tolle Musik kennenlernt und erarbeitet, weil jede/r am Ganzen mitarbeitet, weil […]“
„Wir proben mit Rahel Boell in wunderbarer Ausgewogenheit von grosser Ernsthaftigkeit, was die Musik angeht, und viel Spass und Humor bei der Probenarbeit selbst.“
„Stücke, die mir anfangs fremd waren, werden durch das gemeinsame Erproben zu Ohrwürmern.“
„Zitat meiner (damals) 4-jährigen Tochter: «Wenn ich gseh, wie’s dir am nöggschte Tag goht, gang du nur.»“
„Wichtig für mich: Ein «Das haben wir schon immer so gemacht» ist kein Argument im KEF. Zum Glück kommen auch immer wieder neue Mitspieler:innen dazu, mit neuen Ideen und frischem Wind.“
„[…] Und dann das bis ins Innerste gehende Glücksgefühl, wenn eine (knifflige) Stelle endlich klingt und zu Musik wird!“
„Mir gefällt, dass unsere musikalischen LeiterInnen im Orchester integriert sind und vom Pult aus führen. Alle hatten und haben ein grosses Geschick, anspruchsvolle, spannende und besondere Werke mit uns musikalisch und technisch so einzustudieren, dass sowohl die Proben als auch die Konzerte uns und das Publikum begeistern. Darüber hinaus besteht eine menschliche Wärme und Wertschätzung, so dass ich mich seit 1979 mit dem KEF verbunden fühle.“
Il Concerto Intempestivo
Early Music through a prism
„It was a hypnotizing experience! Brilliant“

Il Concerto Intempestivo ist ein junges, aufstrebendes Ensemble, das die barocke Sprache nutzt, um durch bekannte Werke und eigene Kompositionen neue Geschichten zu erzählen. Ausgehend von der historisch informierten Aufführungspraxis entwickelt das Ensemble Programme, in denen Musik, Literatur, Geschichte und Vorstellungskraft untrennbar verwoben werden. Gegründet 2023 von AbsolventInnen der Schola Cantorum Basiliensis, lassen die Frische ihres Spiels und ihre originellen Programme die Konzerte zu einem besonderen Ereignis für das Publikum werden. Innerhalb kürzester Zeit erspielten sie sich Bühnen wie bei den Musikfestspielen Potsdam, Freunde Alte Musik Basel, Thüringer Bachwochen oder Espazos Sonoros.
„Barock“ ist für Il Concerto Intempestivo nicht einfach eine historische Epoche, die möglichst genau nachgebildet werden soll. Es ist eine lebendige musikalische Sprache: Eine Art zu denken, zu kombinieren, umzuwandeln und zu kommunizieren. Jeder der vier MusikerInnen schenkt sein Ohr als Musiker der historischen Aufführungspraxis, aber auch seine Perspektive des heute lebenden Musikers, die jeweils durch unterschiedliche musikalische und kulturelle Hintergründe geprägt ist. So schaffen es die vier immer wieder, unerwartete Verbindungen über Epochengrenzen hinweg zu knüpfen und bekannte Melodien in neue musikalische Narrative zu verwandeln.
Ihr Programm Rite of Spring – Baroque Edition wurde mit dem 1. Preis der Emerging Artist Competition in Vancouver (2024) sowie beim Wettbewerb der Musikfestspiele Potsdam Sanssouci (2025) ausgezeichnet.
Ich bin glücklich, als Geigerin, kreativer Kopf und Komponistin mit diesen drei fantastischen MusikerInnen zusammenarbeiten zu dürfen.

Entdeckelt
Impro. Kuratiertes Open Mic
Manche MusikerInnen werden feurige Rhythmen bringen, andere stilistisch im Barock zu verorten sein, wieder andere führen dich in experimentelle Elektronik, in den Jazz oder in Klänge einer außereuropäischen Kultur. Unterschiedliche Instrumente und auf jeden Fall verschiedene Arten MUSIK zu verstehen, sind die Grundlage.
Auf unserer offenen Bühne erwarten dich professionelle MusikerInnen vielfältigster Nationen, die sich alle der Improvisation und eigenen Kreation von Musik verschrieben haben, jede/r jedoch in seinem Stil. Wer für euch spielen wird, ist eine Überraschung, für gute Stimmung und Musik sorgen wir. Komm vorbei und sicher dir einen spannenden Abend voller Live-Musik.
Jeweils am letzten Mittwoch im Monat
- 27. Januar 2027
- 24. Februar 2027
- 31. März 2027
- 28. April 2027
- 19:00Doors open
- 19:15–19:45Entdeckel selbst
Der Workshop richtet sich an alle und damit meine ich alle. Du musst kein Instrument spielen können oder Deutsch sprechen, du musst auch keine Urkunde über einen absolvierten Improvisationskurs mitbringen. Wir werden zusammen in Übungen Impuls, Spontanität, Interaktion, Freude am Risiko, im Moment sein und ganz offene Ohren entdecken. Lachen und „Ups“ sind im Konzept Impro vorprogrammiert.
Keine Voranmeldung notwendig.
- 20:00Entdeckelt – Open Mic für Profis
Eintritt frei – Kollekte
Projekte
Inhalt folgt.
Unterricht
Die Violine
Jeder kennt die Geige, alias Violine. Das ist auch kein Wunder bei ihrem schier unerschöpflichen Repertoire: von frühbarocken Sonaten, Bachs Werken, über die klassischen und romantischen Meisterwerke bis zu den tanzenden Rhythmen der internationalen Folklore. Sogar im Jazz und Pop ist die Geige ein gefragtes Instrument. Man kann als GeigerIn sehr gut mit anderen zusammen spielen: Kammermusik, Sinfonieorchester oder Irish Fiddle Band.
Unterrichtsform
Der Unterricht findet im Einzelunterricht statt. Inhalt des Unterrichts ist die Entwicklung eines guten Klangs, das Erlernen einer gesunden, lockeren und zielgerichteten Technik, die Schulung des genauen Hörens und der inneren Vorstellung, sowie das Verstehen von musikalischen Zusammenhängen und Stilen. Ebenso können Orchesterstimmen gemeinsam einstudiert werden. Unterrichtssprachen sind Deutsch, Englisch und Humor. Schweizerdeutsch verstehe ich gut.
Die SchülerInnen
AnfängerInnen ab 5 Jahren, aber auch WiedereinsteigerInnen sind willkommen. Gerne gebe ich Hilfestellung beim Finden eines Instruments.
Regelmäßiges Üben außerhalb des Geigenunterrichts wird vorausgesetzt, da nur so ein Vorankommen möglich ist. Ich kenne eine Menge Tipps und Tricks zum Üben, die ich gerne weitergebe. Viele meiner SchülerInnen spielen in verschiedenen Amateurensembles in Basel.
Meine Expertise
Seit meinem Masterabschluss mit Bestnote in Violine/Instrumentalpädagogik 2019 an der Musikhochschule Lübeck habe ich rund 50 SchülerInnen unterrichtet. An der Musikschule Erbach i. Odenwald unterrichtete ich SchülerInnen jeden Niveaus von Anfängern bis zur Talentförderung und leitete zwei Streicherensembles. In Basel unterrichtete ich in Stellvertretung an der Musikakademie Basel und leite seit 2024 das ambitionierte Kammerensemble Farandole. Seit 2026 bin ich Mitglied des Schweizerischen Musikpädagogischen Verbands (SMPV). Das Tolle an diesem Beruf ist, dass jede/r SchülerIn anders ist, und ich bin gespannt, wer mir noch die Ehre erweisen wird!
Beobachtungen
Unsere Zeit ist geprägt von dem Gefühl, keine Zeit zu haben, und dem Denken, dass alles in kürzester Zeit erlernbar sei – Do it yourself, aber bitte ohne lange Vorbereitung. Musik ist ständig präsent, beim Einkaufen, im Nachbarzimmer, während der Hausaufgaben. Aber wann haben wir zuletzt wirklich gelauscht?
Ein Instrument zu lernen bedeutet Zeit und Ruhe, Konzentration und viel Geduld. Geige zu spielen schenkt, was im Alltag leicht verloren geht: Sich von Klängen und Melodien in den Bann ziehen zu lassen, sich ohne Worte auszudrücken und mit anderen gemeinsam Musik zu machen. Die Geige kann für den Spieler ein Zuhause werden.
Geige zu lernen bedeutet für mich, die volle Konzentration darauf zu richten, mit dem Instrument genau die Klänge hörbar zu machen, die ich mir vorstelle. Das Prinzip des Geigenspiels ist doch eigentlich ganz simpel: Man nehme einen Resonanzkörper mit vier Saiten und bringe diese mit einem Stock voller Pferdehaare zum Schwingen. Fertig! Oder ist es doch etwas komplexer? Die Kunst des Geigenspiels ist eine wunderschöne lebenslange Aufgabe: Schon kleinste motorische Veränderungen ermöglichen eine riesige Klangfarbenpalette. Dazu kommt das unfassbar große Repertoire. Geige zu lernen umfasst: das Handwerk präzise zu lernen, die verschiedenen musikalischen Sprachen je nach Komponist und Stil zu verstehen und nicht zuletzt die Freude daran zu erfahren, selbst zu musizieren.
„Technik ist nie Selbstzweck, sondern immer das Mittel der Wahl, um ausdrücken zu können, was du innerlich hörst.“
„Frau Boell, Sie haben es geschafft, mich zum Lächeln zu bringen!“ (S., 12)
„Früher habe ich mich an manche Stücke gar nicht herangetraut. Seit ich bei Rahel Unterricht habe, spiele ich, was ich wirklich spielen möchte. Wir erarbeiten es gemeinsam, und Rahel zeigt mir genau, wie ich üben muss, damit es klappt. Sie hat mein Selbstvertrauen an der Geige enorm gestärkt.“ (S., 45)
„Ich habe schon wahnsinnig viel von Rahel gelernt – jede Stunde mit ihr bringt mich weiter.“ (K., 62)
„Oh man, irgendwie ist die Sache mit der Zeit komisch. Mit Ihnen sind 30 Minuten plötzlich viel schneller vorbei.“ (A., 10)
„Die Geigenstunde bei Rahel ist jedesmal ein Highlight. Sie ist gut gelaunt, flexibel in der Terminfindung und wählt Stücke aus, die mir gefallen. Wenn ich ein Wunschstück habe, packen wir es gemeinsam an. Bei ihr gilt: Nichts ist zu schwer, je nach Stück dauert es einfach manchmal kürzer, manchmal länger.“ (D., 39)
Kontakt

Konzertanfrage, Probestunde oder eine Idee für ein gemeinsames Projekt – ich freue mich, von dir zu hören.
Impressum & Datenschutz
Impressum
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Rahel Boell
[Adresse folgt]
E-Mail: [email protected]
Bildnachweise
Fotos Il Concerto Intempestivo: Leon Serafin Jänicke, Cris Arcos. Weitere Fotos: Rahel Boell und privat.
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Stand: Oktober 2026
Medien
Il Concerto Intempestivo
The Invisible Cities
Inspiriert von Italo Calvinos legendärem Roman ist dieses musikalische Erzählwerk eine Reise an allegorische Orte, an denen nur der Klang verraten kann, wie sie wirklich sind.

